Leg dein Display weg, armer Geist: Dein Daumen sitzt im Käfig,Februar zweitausendsechsundzwanzig: gleiche Luft, gleiches Gift.Es riecht nach heißem Plastik, nach Niederlage im Anzug,und du umarmst eine Fahne, als wär sie Schutz in der Wucht.Du glaubst an Papiergrenzen, an Mauern gegen die Flut,doch diese Krise hat Zähne—sie beißt sich fest in dein Blut.Man versprach uns die Häutung, die Läuterung, den großen Schnitt,wir ernten ein Raubtier aus Code, das rechnet und lächelt im Tritt.Schumpeter als Ikone, wir warteten auf den Sieger,doch seine „Schöpfung“ lässt Leere zurück und macht Herzen kälter.Kondratieff ist gekippt: keine Welle, kein Aufschwung im Raum,ein Virus aus Metall, der die Welt frisst wie ein Traum.Du schreist „Souverän!“ laut, willst Türen hart verriegeln,doch Kriege gewinnt man in Mengen, die man dir billig spiegelt.Deflation geht durch dich hindurch—ohne Visum, ohne Lärm,und dein Lohn wird zu Staub, Stück für Stück, in deiner Hand.Während ihr „rein“ spielt, „wahrer“, „mehr europäisch“ im Chor,kaufen andere Minen und Zukunft—das Land, das Tor.Seltene Erden, die Nerven der Zeit, unsichtbare Kronen,und du verkaufst deine Stunden an Mythen in grellen Ikonen.Wir tauschten die Bücher gegen Zahlen, kalt, ohne Haut,Smith, Marx und Keynes im Rauch, das Denken verstummt, kaum erlaubt.Fürsten in Glastürmen regieren im Tabellenlicht,sie zählen kalte Zeilen—und sehen die Menschen nicht.Man nahm dir den Grund: du trittst auf Parolen wie Glas,die Händler der Angst verkaufen dir gestern als Spaß.Demografischer Winter: du gießt Beton zu Wänden,doch keine Mauer hält Kurven, die Tage, die Enden.Zwei Millionen verdampfen—und du forderst Barrieren,wo wir echtes Band bräuchten: Sinn, Nähe, Reparieren.Der Kampf ist nicht „die“ gegen „wir“ auf dem Platz,es ist Wirklichkeit gegen Bildschirm, Leben gegen Ersatz.Wenn Angst den Stift führt und das Gesetz schreibt wie ein Plan,bist du am Ende nur Spalte—kein Mensch mehr, nur Zahl im Kram.