selbst der frisch belaube baum schützt kaum vor dem strahl und dem stich mitten ins gesicht
Jedes Mal, wenn ich den Mond senkrecht über dem Alexanderplatz stehen seh` fliegt die Schar Krokodile vom Volkspark Friedrichshain an meinem Fenster vorbei runter zur Spree. Keine Ahnung wie die Viecher dann wieder zurück kommen!
Kontinuierlich kroch Kälte Alleen entlang, bis zum Anfang, bis zum Specht, der Gesprächsbereitschaft signalisierte – womit der Winter kollabierte. Ein Nothubschrauber kam dann an, der bettete mit viel Geklacker das Wetter auf dem Gottesacker.
Beteiligte begaben sich aufs Eis um dort Vergangenheit in Styroporkrümel einzufrieren Unbeteiligte unterdrückten das wahre Glück erst nach einem massiven Winterfreudestrahl
Hagel und Schnee zogen über eine frostige Stadt ebneten Häuser ein, Wege wurden glatt Stockwerk um Stockwerk versank im Eis der Pegel stieg von makellosem Weiß Bald war Berlin vollständig eingehüllt von betonhartem Gefrorenem erfüllt Als mit einem Knall sich ein Riss auftat Und heraus kroch das Wesen der Stadt Kurz war alles still dann […]
Puderzuckerpuppenautos parken bei Winterwetter lautlos stumm senken Schneeflocken sich wie wärmende Socken auf die Stadtwinterszenerie schöner stand Verkehr noch nie
Heute hat der Kalender Sonnenschein gebracht selbst nach dem nassen Vortag selbst nach der kalten Nacht ist die Adventstomate lebendig rot erwacht
sobald mir am kalten Montag morgen die Straßenbahn vor der Nase wegfährt und die nächsten drei Bahnen ausfallen weiß ich mein Bitten unerhört mein Bitten nach Glück wär der Blick des Gegenübers wenigstens skeptisch aber er ist inhaltslos mir gleich versammelt sich die Montagsmeute als Potpourri von toten Augen harrt handytippend auf die nächste Bahn […]
Erinnert ihr Euch? Tumulte gab es, Ausschreitungen. Bösartigste Drohungen, als es darum ging das Fach “Denken” endgültig aus dem Stundenplan der Schulen zu verbannen. Aus heutiger Sicht muten diese Szenen peinlich an, nicht wahr? Wissen wir doch alle, wie sehr früher das eigenständige, ungelenkte Denken gehemmt hat bei der Abarbeitung der tagtäglichen Aufgaben und Pflichten. […]
Die über Tage und Wochen aufgeblähten Wolken platzen mit theatralischem Knall messerscharfe Regenstrahlen klatschen auf die vibrierende Asphaltwüste und am Himmel bleiben zwei knallbunte Hämatome
Am Märchenbrunnen aufgegabelt und unverzüglich angeschnabelt Kaum mit Erfolg, denn wie es schien, erntete ich nur Angsturin
Im Winterhügel gut versteckt Sind alle Fühler ausgestreckt zu Fuß nach oben unterwegs tirilierende Vögel kriegen Keks Heimlich schon längst zum Sprung bereit Hinein in die Frühlingshaftigkeit
An Stelle der hochtoxischen Transelektrizität senden innovative Lichter heute pulsierende Undunkelheit
Lucky im Park bei Lyrikmond komm tot in den besagten park in dem schon manche leiche lag mach dirs bequem, die augen zu tot spürest du die tiefste ruh wenn dann die ratten an dir nagen vesuch das kitzeln zu ertragen denn schallend lachen ist unbekannt der park des todes ist heiliges land
Hinter jedem Baum versteckt sich ein Regenbogen zusammengequetscht in trist-grauen Hundehäufchen Die Häufchen trocknen ein und zerstäuben mit einem schillernd-bunten Puff ins zitternde Universum
Im Klettertraum Vom Himmelbaum Bleiben Stürze ohne Folgen Landen Kinder in den Wolken Im Nachtischtraum Vom Leckerbaum Mit Zuckerschaum Sind alle Früchte umhüllt Und mit Schoko gefüllt Im Grinsetraum Vom Lieblingsbaum Hört man alle lachen Bis sie erwachen Weil die Baumfällarbeiten Erheblich Krach machen
halb vier in stockdunkler nacht der ganze block ist aufgewacht das dumpfe dröhnen schallt gewaltig geweckte aggression sammelt sich hinter den schlafzimmerfenstern glotzen schlafende gesichter blähen sich auf augenbrauen werden dichter aber keiner der es wagt denen da unten bescheid zu geben dann muss ich am ende meine Stimme erheben und ich schreie mit elan […]
Da sitze ich mit meinen Freunden nicht wegen der Tarnung nicht wegen des Regenschutzes nicht wegen des Schattens Da sitze ich mit meinen Konkurrenten lediglich wegen der Krümelnähe
bis oben voll mit Müll die Tonne quillt der Rabe lauert still sein Bauch ist nicht gefüllt dann schafft er eine Tüte raus mit seinem starken Schnabel der Fund sieht viel versprechend aus der Müll ist heut spendabel
Sitze auf der Bank, denke an den Tod zweifle obs ihn gibt, den ewgen Herren Gott Mein Kopf hängt schief Gedankenmief Umgibt mich Häufchen Elend So bin ich ganz in meiner Welt Als ein finstrer Mann sich vor mich stellt Ich hör ihn murmeln Ist es denn wahr Der Mann spricht aus, was nie geschah […]
Straff gekämmte Regenschauer fegen durch der Bäume Wipfel Sonnenstrahlenfetzen verletzen Hochbetagte Mahnmalzipfel Eine kranke Krähe kackt auf die bronzene Soldatenhand Gierige betrachten sich, verdeckt von der Gedenksteinwand Der Wind sortiert Passanten In drei graue Sprenkelmassen Deren Blicke unbelebt Deren Augen matschverklebt Deren Kiefer zornig bebt Der Kampf beginnt dem Sieger winkt ein Original Regenponcho aus […]
Zwischen Ästen und Monaten verborgen Warten wir auf wohlwollende Wärme Damit unser Fiepsen endlich zum Zwitschern werden kann
wahre gedichte ein wirrer bär trug schwer an einem Sack vollgefüllt mit faulen füchsen die stanken so sehr dass der bär den sack im park einfach fallen ließ und verschwand immerhin ist des bären sinn jetzt nicht mehr vernebelt nur der park müffelt arg
Allein diese Arroganz der Menschen, den Bäumen die Äste zu schneiden, als wären die Bäume zu blöd zum Wachsen.
Mit der Strassenbahn gefahn die ganz normale Strecke lang sechs Stationen weiter da steig ich aus geh links ums Haus und in dem Bau ist China!
komm des nachts in den betagten park und atme ein kein atemzug kann tiefer sein weggewischt der trübe schleier wie blätter die vom ast geweht es bleibt der stamm, der blick wird freier der rest vergeht
Mit einem doppelten Ruck sprang die Erde aus der Bahn und wieder hinein Der Ruck löste die letzten Blätter jetzt ragen aus dem kompostbedeckten Park schwarze Skelette
Im Park isst die Person oder läßt es besser sein denn im Park isst sie nie allein wo sie auch hinschaut: Äpfel
egal ob vorwärts oder rückwärts die vögel fliegen längst schon südwärts nur wenn städte quer im wege liegen lernen vögel außen rum zu fliegen denn städte überfliegt man nicht weil die versprühen stinkelicht
Gestern war kein guter Hasentag weil der Hase tot im Graben lag Heute früh kam dann der Müllmann an schritt schüchtern an die Stelle ran Doch der Hase war weg nur ein feuchter Fleck Über Nacht dachte wohl der Mümmelmann dass er dort nur schlecht tot liegen kann ist doch noch mal aufgesprungen und hat […]
Was war das? Da war was! durch mein Sichtfeld geflüchtet und dann versteckt nur unmerklich an meinem Bewusstsein angeeckt Das war was, kein geträumter Alb Ich suche und suche und suche und bald gefunden, glücklich, sehs von vorn kein Eichhörnchen eher ein Eichhorn
Verzweifelte Kinder am Eingang, den die Eltern versperren, so steht der Spielplatz leer die Schaukel, die Wippe, die rosa Riesenrutsche die Kinder sehnen sich so sehr doch die Eltern lassen die Kinder nicht rein das muss dieser handyfreie Spielplatz sein
Ein KNacken wie ein Knochenbruch die Eiche bebt – und steht dann Ruhe im Wipfel nur unten im Schatten stürzen die Menschen zu Seite flüchten kriechend auf allen Vieren tuscheln und telefonieren Und dann nach drei Minuten Ein Knacken wie ein Knochenbruch die halbe Eiche fällt mit Wucht aufs menschenleere, kinderleere Sommersonnen-Wiesenfeld alle gesund, Baum […]
der humpelnde hase hat den weg gewiesen wir folgen blind er hoppelt über feuchte wiesen langsamer als der wind harrt ab und an, schaut dass wir kommen dann gehts weiter quer übers feld und endlich stehen wir blicken aufs ende der welt
Mit Krächzen tapst er über die Wiese stört mich phonetisch auf meiner Liese Wir drehen unsre Köpfe um: Das ist ein dreistes Federvieh das anzusehen ist toll mit jedem Picken einen Wurm es kriegt den Hals nie voll Die andren Vögel meiden ihn die meisten davon neiden ihn denn seine Ausbeute ist wunderbar er ist […]
Die zwitschernde Frühlingssonne hat die Blütenblätter und die Samen zu einem weichen Schneeteppich verwebt auf dem die zerzausten Schatten der Bäume und Büsche zu blendendem Glitzern verwischen die lichtscheuen Feuerkäfer flüchten sich in Scharen unter die angehäuften Grillkohlen und verpuffen ob der Hitze unvermittelt zu einer Erinnerung von einem wundersamen Tag
Krach, Krach, soviel Krach macht das Licht dabei leuchtet es nur schlicht Das Fiepsen lockt den Parkbären an der diese Lampen-Fieps-Frequenz verstehen kann unter der Laterne lauscht der Bär die halbe Nacht und hört den Krach, gib acht, gib acht.
in der nacht in dem baum zwischen sternen sieht sie kaum dann der mond aufgewacht strahlt sie an vogelpracht kurz gestreckt flügel raus flügel rein traum ist aus
der specht ist echt ein toller hecht sein klopfen kann man weithin hören er läßt sich dabei auch nicht stören jedoch, man sieht ihn schlecht den specht
bei tag ist alles zu erkennen da kann sich niemand so verrennen wie in der nacht um den verstand gebracht haben hungrige Seelen würste gesehen wo sie nicht waren
Etwas ist, immer. Alles ist. Geräusch. Überall Geräusch und – überall – Schwarz, gestaltlos, formlos. Hier. Etwas.
Als gemeiner Laubbläser habe ich nicht nur das offensichtliche Ziel die Wiese von jeglichem Laub zu befreien ich habe auch das Ziel die Laubfreiheit der Wiese mit einem ästhetisch ansprechenden Prozess zu erreichen: ich bin Laubmaler! laubmalereien 1
seitdem haben wir uns nicht mehr gesehen da gibts nichts zu verstehen du wolltest deinen eigenen weg gehen du gingst unter die erde ich bleib oben drauf und halte meine augen auf
Fünf Linien in Weiß von langer Hand geplant von Eltern gemahnt jetzt sind sie da und es dauerte vom ersten Spatenstich bis zur Fertigstellung kein Vierteljahr!
die glut vom himmel entfachte den baum der brannte lichterloh wie im bösen traum und danach war nacht
Drei volle Minuten lang kein Geschrei dass Rettungswagen passieren ist dabei einerlei hauptsache kein Geplärre kein Geschrei wie viele Minuten? Drei
Wer den Mond am Mittagshimmel sieht schaut auf in den Himmel während ein anderer den Kopf einzieht the one to find the moon in the sky during daytime differs from those that don’t dare to look up
Manchen Menschen muss man manchmal Mut machen anderen nicht Manche Menschen muss man manchmal freundlich anlachen andren spuckt man vielleicht besser ins Gesicht in einem Leben kann sich ein Mensch nicht darum sorgen, dass sich alle wohlfühlen es geht eher darum unverbogen in den Spiegel zu schauen und manchmal muss man dafür manchen Menschen – […]
herr regenwurm streckt sich herr regenwurm reckt sich herr regenwurm schaut heraus aus seinem regenwurmwiesenhaus aber was er sieht ist für ihn nicht gesund denn die hungrige Amsel freut sich über den Fund
Morgens auf den grünen Wiesen wo die bunten Blumen sprießen neben den Mülltonnen flattern Plastiktütenfetzen Über Nacht hat der Rabe diese Tat vollbracht Mit seinem Schnabel ohne Gabel wühlt er im Müll und findet viele Essensreste und das Beste.
angesichts eines aktuell auftretenden Alterungsprozesses zögern zaudernde Zivilisten kurz und unternehmen Ununternommenes als habe der Himmel sie gemacht an: | spunktc | sociallab |
reblogged, firstly released on climatetales.wordpress.com Dieses Krähen ist keines welches man hier sonst hört meinen Augen wird der Blick nach oben durch grünes Blattwerk verwehrt über den Wipfeln des Parks zieht der Vogel vorbei Jetzt weht der Wind die Äste entzwei es brüIlt wie ein Löwe ist das eine Möwe? die hat sich verirrt oder […]
Ich stehe hier, komm nicht vom Fleck, neben mir kleben Schuhe auf dem glitschigen Boden ein Schritt weiter Socken, dann ein Barfüßiger Wir schauen uns an! Da ein Radler, er kommt näher, steht und stürzt mit dem Gesicht in den Klebebrei das Rad steht aufrecht, als wär nichts dabei aber wir wissen längst: etwas stimmt […]
wenn man, wie bisher so nie getan den Menschen durchleuchten würde verlöre der Mensch seine Würde link to wikipedia